Harlekin sticht

Ein spielsüchtiger Detektiv! Bei Julio Cabria läuft seit längerem al¬les schief, sogar das für seine Tochter bestimmte Geld hat er verspielt. Aber präzis seine zweifelhafte Leidenschaft verhilft ihm zu einem streng geheimen Auftrag von Polizeichef Subirats. In Madrid wird serienmässig gemordet. Auf der Stirn des Toten hinterlässt der Täter jeweils eine Jokerkarte – eben ein Harlekin. Cabria geht verschiedenen Fährten nach, er kennt alle Spielhöllen und die düsteren Winkel der Stadt. Dabei gerät er zwischen die Fronten und ins gewalttätige Fangnetz von untergeordneten Polizisten. Oscar Urra zeichnet mit dem abgebrannten Julio Cabria eine Detektivfigur der anderen Art. Urra führt ironisch und witzig durch ein unbekanntes, brutales, pulsierendes Madrid. Schliesslich ist der Fall gelöst, doch Cabria ist am Ende; seine Figur macht auch süchtig – lesesüchtig.

Oscar Urra, Harlekin sticht, Unionsverlag, 2012, 279 Seiten

8. Mai 2012
Marianne de Mestral

Buchtitel: 
Harlekin sticht
AutorIn: 
Urra, Oscar
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